Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Hochwassermanagement

Das verbandliche Hochwasservorsorgeschutzkonzept orientiert sich an den Strategien und Handlungsvorgaben, welche die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) für einen zukunftsweisenden Hochwasserschutz aufgestellt hat. Demnach bewegt sich der Schutz vor Hochwasser in dem Spannungsfeld zwischen den Möglichkeiten einer Beeinflussung des Hochwassergeschehens und den Möglichkeiten der Vorsorge zur Schadensminderung. Dieser sogenannte "Integrierte Hochwasserschutz" fußt auf drei Säulen, dem technischen Hochwasserschutz, dem natürlichen Wasserrückhalt und Maßnahmen zur weitergehenden Hochwasservorsorge. Er ist nur als Bündel der verschiedenen Maßnahmen zielführend.

 drei Säulen des Hochwasserschutz
   [Hochwasserschutz]                    [Wasserrückhalt]                            [Vorsorge]


Neben diesen Maßnahmen leistet die vorausschauende Gewässerunterhaltung durch Pflege der Gewässer- und Uferbereiche einen wesentlichen Beitrag zur Hochwasservorsorge. Trotz aller Anstrengungen bleibt für Gewässeranlieger ein Restrisiko bestehen, durch Hochwasser geschädigt zu werden. Im Hochwasserfall bietet der Erftverband durch die Abflusssteuerung an den Wasserbauwerken, den Betrieb der Hochwasserrückhaltebecken und die Sicherung der Vorflutverhältnisse einen Grundschutz. Bei außerplanmäßigem Extremhochwasser leisten die örtlichen Feuerwehren auf Basis von Alarm- und Einsatzplänen die Gefahrenabwehr vor Ort. Der Erftverband unterstützt die Gefahrenabwehrkräfte hierbei durch Bereitstellung von Informationen über die Hochwasserlage und -prognose. Das Hochwasserinformationssystem Erft (HOWIS-Erft) steht kontinuierlich mit aktuellen Messdatenund Auswertungen zur Lagebeurteilung zur Verfügung. Darüber hinaus liefern Hochwassergefahrenkarten Aussagen darüber, welche Flächen überflutet werden und welche Infrastruktur gefährdet ist.
Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Ulrich Kern (02271) 88-1245