Wasser ist ein lebendiges Element. Es verändert laufend, z. B. als Regen, die Umwelt. Sobald Wasser in einer Rinne regelmäßig fließt, spricht man von einem Fließgewässer. Infolge der Feuchtigkeit und angeschwemmter Nährstoffe wachsen Pflanzen hier besonders gut. Bei einem jungen Gewässer erfolgt zuerst eine Besiedelung mit Gräsern und Kräutern, später folgen Sträucher und Bäume. Insbesondere bei höherer Wasserführung wird Geschiebe und Treibgut transportiert. Böschungsabbrüche, Überflutungen und Gewässerverlagerungen sind die Folge.
Gewässer in der Natur bedürfen keiner Gewässerunterhaltung. Sobald jedoch Siedlungen im Bereich der Gewässer entstehen, insbesondere wenn Überschwemmungsgebiete genutzt werden, sind regelmäßige Arbeiten zum Schutz der Bevölkerung erforderlich, um die oben beschriebenen Entwicklungen zu verhindern.
Die grasbewachsene Böschung stabilisiert die Ufer der Gewässer und muss durch regelmäßige Mahd, wie auch bei einem Zierrasen, als solche erhalten werden. Weiterhin ist das Gewässerbett durch Entschlammungen freizuhalten. Mit regelmäßigen Gehölzarbeiten soll verhindert werden, dass Bäume oder größere Äste in das Gewässer fallen und dann an Brücken oder Wehranlagen zu Aufstauen führen.
Zur Zeit ist der Erftverband für 1.230 Kilometer Gewässer zuständig. Von neun Außenstellen, sogenannten Gewässermeistereien, wird die Arbeit an den Gewässern durchgeführt. Weitere Gewässer werden in den nächsten Jahren von Kommunen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit an den Verband übergeben werden.
Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Hinrich Doering (02271) 88-1246