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Der Veybach

Der Veybach besitzt ein Einzugsgebiet (EZG) von rd. 85 km², welches sich von den charakteristischen Lößflächen der westlichen Niederrheinischen Bucht bis hin zu den geologisch vielfältigeren Bereichen des Voreifelanstieges erstreckt.

Die Quelle des Veybaches liegt in der Nähe von Kallmuth, südwestlich von Mechernich. Die Mündung in die Erft befindet sich in Euskirchen.

Der obere Teil des Einzugsgebietes des Veybaches weist deutlichen Mittelgebirgscharakterauf. In der Quellregion fließt der Veybach in einem Muldental, das sich bachabwärts in ein in die Mechernicher Voreifel eingeschnittenes, relativ schmales Sohlental aufweitet. Der Mittelgebirgscharakter verliert sich unterhalb der Burg Veynau, wo die Talhänge deutlich zurückweichen und der Veybach in die Niederrheinische Bucht eintritt. Dort durchfließt er eine ausgeprägte Niederung mit weiter Talsohle.

Das durchschnittliche Längsgefälle des Veybaches beträgt von Quelle bis Burgfey noch 1,4 %. Unterhalb Burgfeys reduziert sich das Gefälle im Bereich des Untersuchungsgebietes relativ schnell auf Werte von 0,8-0,9 %, die bis zur Mündung in die Erft konstant bleiben.

Der Veybach weist hohe Abflüsse auf, die unter anderem auf die Speisung durch den Burgfeyer Stollen zurückzuführen sind. Dieser unnatürliche Zufluss erfolgt aus dem unterirdischen Einzugsgebiet des durch Bergbau beeinträchtigten, benachbarten Bleibaches und verdoppelt den Abfluss (MQ von 0,35 m3/s auf 0,7 m3/s) des Veybaches. Diese anthropogen geprägten Abflussverhältnisse machen den Veybach zum wasserreichsten Zufluss der Erft.