Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Der Rotbach

Der Rotbach besitzt ein Einzugsgebiet (EZG) von rd. 230 km2 und entspringt im Buntsandsteingebiet der Mechernicher Triasbucht (LWA 1986). Die Mündung in die Erft liegt nahe der Ortslage Dirmerzheim.

Bedeutendster Zufluss ist der Bleibach, der bei Mülheim-Wichterich in den Rotbach mündet.

Im Vergleich zum Flachlandabschnitt führen die höheren Niederschläge und die teilweise erheblichen Hangneigungen sowie die wenig aufnahmefähigen Gesteine im oberen Einzugsgebiet zu deutlich höheren Oberflächenabflüssen.

In der Niederrheinischen Bucht durchfließt der Rotbach die von mächtigen Lößauflagen geprägte Zülpicher Börde, deren generell aufnahmefähigen Böden und das wenig ausgeprägte Relief zu einem gleichmäßigeren Abflussverhalten führen. Starkniederschläge auf gefrorenen oder wassergesättigten Boden besitzen jedoch auch im Flachland aufgrund der Großflächigkeit ein hohes Konzentrationspotenzial.

Das natürlicherweise dort auf weiten Strecken oberflächennah anstehende Grundwasser ist aufgrund von Meliorationsmaßnahmen und den umfangreichen bergbaulich bedingten Sümpfungsmaßnahmen stark abgesenkt.

Der obere Teil des Einzugsgebietes des Rotbaches besitzt mit seinem tief in die Mechernicher Voreifel eingeschnittenen schmalen Sohlental deutlichen Mittelgebirgscharakter. Dieser verändert sich bei Schwerfen, wo die Talhänge zurückweichen und der Rotbach in die Niederrheinische Bucht eintritt. Dort durchfließt er ein Tal mit einer ausgeprägten Sohle, die ein hohes Längsgefälle mit Werten zwischen rd. 3 und 5 o/oo aufweist (Erftverband 1997). Erst im Bereich der Erftaue wird das Talgefälle geringer.