Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Die Erft


Die Erftquelle

Die etwa 105 km lange Erft entspringt in der Eifel wenige Kilometer südlich von Bad Münstereifel. Das Quellgebiet bei der Ortschaft Holzmühlheim (Gemeinde Nettersheim) liegt auf einer Höhe von 520 m über dem Meeresspiegel. Auf den ersten 20 km durchfließt die Erft den Gebirgsfuß der Nordeifel. Ab Euskirchen verläuft sie im Tiefland in nördlicher Richtung und mündet bei Neuss auf einer Höhe von 26 m in den Rhein. Der Süden des Erftgebiets liegt im Wind- und Regenschatten der Eifel, so dass der durchschnittliche Jahresniederschlag (ca. 650 mm) und der mittlere Wasserabfluss in der Erft vergleichsweise gering ausfallen.

Wichtige Nebenflüsse der Erft sind von Süden und Osten zufließend die Swist, der Gillbach und die Norf, westlich zufließend der Veybach, der Rotbach und der Neffelbach.

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Die Erft in der Eifel

Das Gesamteinzugsgebiet umfasst eine Fläche von 1.827 Quadratkilometer und lässt sich in zwei unterschiedliche Bereiche einteilen. Dies sind einerseits die Eifel mit anstehenden Festgesteinen, andererseits die Niederrheinische Bucht mit jüngeren Lockersedimenten. Der Zweiteilung entspricht die typologische Einordnung der Erft, wonach der Oberlauf zu den karbonatischen Mittelgebirgsbächen, der Mittel- und Unterlauf zu den kiesgeprägten Tieflandflüssen zählt.

Das Erftgebiet ist eine seit der Antike besiedelte Kulturlandschaft. Heute leben hier etwa 625.000 Menschen. Bereits im Mittelalter setzten Rodungen eine Auenlehmauftragung in Gang, die das natürliche Fließregime der Erft und ihrer Nebenläufe veränderte. Häufige Hochwasser sowie flächenhafte Versumpfungen im Mittellauf gaben Anlass zur großen Erftmelioration im 19. Jahrhundert, in deren Zug die Erftaue mit seinerzeit größtem technischen Aufwand verändert wurde. In den vergangenen Jahrzehnten erforderte das Vordringen des Braunkohlenbergbaus die mehrfache Verlegung der Erft.


Die Erft im Tiefland

Unterhalb von Erftstadt werden Sümpfungswassereinleitungen des rheinischen Braunkohletagebaus zugeführt. Sowohl wegen des hohen Sümpfungswasseranfalls, als auch für den allgemeinen Hochwasserschutz wurde das Flussbett abermals vertieft, aufgeweitet und durch Steinschüttungen gesichert.

Rückläufige Sümpfungswassereinleitungen und ein entsprechend verringerter Abfluss werden künftig eine neuerliche Umgestaltungen der Erft erforderlich machen.

Weiterführender Link:

[Erftumgestaltung]