Insbesondere bei der Vielzahl der kleineren bis mittleren Fließgewässer ist der mit Wasser benetzte Umfang des Gewässerbodens im Verhältnis zu dem durchflossenen Querschnitt ausgeprägt. Außerdem gilt der Gewässerboden als der bevorzugte Lebensraum der wassergebundenen Lebewelt. Die Bodenkontaktzone der Fließgewässer weist die reichhaltigste Besiedlung auf.
Aus dem voran Gesagten wird deutlich, dass bei den Untersuchungen der Beschaffenheit der Fließgewässer der Beschaffenheit der am Gewässerboden abgelagerten Sedimente eine hohe Bedeutung zukommt. Der Erftverband trägt dieser Erkenntnis Rechnung und untersucht seit 1986 an 38 Probestellen der Erft die Beschaffenheit der Gewässersedimente.
Seit 1986 werden in der Regel einmal jährlich an 38 Probenahmestellen der Erft rezente Sedimentauflagen (ca. 0,5 cm) entnommen. Es wird angenommen, dass die leicht verlagerbaren Deckschichten in hohem Maße an den Umsetzungsvorgängen im Gewässer beteiligt sind. Die Sedimentprobestellen korrespondieren mit den Probestellen, die im Rahmen der chemisch-physikalischen / biologischen Untersuchungen aufgesucht werden. An einigen Stellen musste von diesem Konzept abgewichen werden, um nennenswerte Sedimentablagerungen bergen zu können.
Besonderes Augenmerk gilt bei den Sedimentuntersuchungen den Schwermetallen. Seit dem Jahr 2002 werden im Rahmen der Sedimentuntersuchungen 11 Fraktionen mit den Korngrößen gemäß der Tabelle zur fraktionsspezifischen Analyse und zur Ermittlung der Sieblinien hergestellt.
Fraktion [µm] | <63 | ³ 63 – <100 | ³ 100 - <200 | ³ 200 - <250 | ³ 250 - <315 | ³ 315 - <400 | ³ 400 - <500 | ³ 500 - <630 | ³ 630 - <710 | ³ 710 - <900 | ³ 900 - <1000 |
Pb |
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Cd |
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| Untersuchungsgegenstand: rezente Sedimentauflagen von 38 Probestellen
Untersuchungsfrequenz: 0,5/a
Korngrößen: 11 Fraktionen (<1mm) per Nasssiebung
Methode: Trocknung bis zur Gewichtskonstanz (105°C)
Metallbestimmung: Königswasseraufschluss
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Hg |
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Zn |
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Ni |
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Cu |
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Cr |
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Co |
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Fe |
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Mn |
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P |
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Glühverlust |
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Tabelle 1: Umfang der Sedimentuntersuchungen entlang der Erft
Ansprechpartner:
Dr. rer. nat. Ekkehard Christoffels (02271) 88-1109