Um die vielfältigen Nutzungen im Flussgebiet Erft möglichst gerecht in Einklang zu bringen, muss das Oberflächenwasser Qualitätsansprüchen genügen. Damit eine erforderliche Qualität erfüllt werden kann, ist es notwendig, die Qualität zu messen. Deshalb nimmt der Erftverband im Rahmen der Routineüberwachung seit über 40 Jahren an ca. 50 Stellen zweimal jährlich im Einzugsgebiet der Erft chemisch-physikalische und biologische Untersuchungen vor.
Viele Schadstoffe, die aus den unterschiedlichsten Quellen in die Gewässer gelangen, sind kaum im Wasser gelöst, wie beispielsweise die Schwermetalle. Die genannten Stoffe lagern sich vorzugsweise an die im Wasser vorhandenen, sinkfähigen Feststoffe an. Die Gewässeruntersuchungen des Erftverbandes tragen dieser Tatsache Rechnung und bestehen deshalb neben der Analyse des Wassers auch aus der Analyse der Gewässersedimente.
Um ein genaueres Bild über die stofflichen Schwankungen in der Erft zu erhalten, z.B. zu Nachtzeiten, zu Zeiten von Niederschlagsereignissen oder auch bei Störfällen hat der Erftverband flankierend zu der vorgenannten Routineüberwachung ein Online-Monitoring zur Erfassung der Gewässerbeschaffenheit eingerichtet. Im Einzugsgebiet der Erft sind sechs Gewässergütemessstationen zur ständigen Überwachung der Wasserbeschaffenheit in Betrieb.
Die Ergebnisse der biologischen Untersuchungen zeigen die Erft im Großteil ihrer Fließstrecke im Bereich der mäßigen Belastung entsprechend Güteklasse II. Die chemisch-physikalischen Untersuchungen weisen auf erhöhte Schwermetallgehalte in der Erft hin. Die Metalle stammen aus einer ehemaligen Erzgewinnungsstätte im Raum Mechernich. Prägend sind die höheren Wassertemperaturen ab dem Mittellauf der Erft. Dort werden große Mengen Sümpfungswasser, die erhöhte Wassertemperaturen aufweisen, zur Trockenhaltung der Braunkohlentagebaue in die Erft eingeleitet.
Ansprechpartner:
Dr. rer. nat. Ekkehard Christoffels (02271) 88-1109
Download als pdf:
[Gewässergütekarte der Erft und ihrer Zuläufe]