Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Untersuchungen zur mikrobiellen Fließgewässerbelastung aus diffusen Eintragspfaden am Beispiel der Swist (gefördert durch das Land NRW) - Swist III-Projekt

Problemstellung:
In den vermeintlich unbelasteten Oberläufen von Bächen und Flüssen existieren schon auffällige Keimbelastungen, die nicht mit den Einleitungen aus der Siedlungswasserwirtschaft erklärt werden können. Als Ursache dieser Keimbelastungen kommen diffuse Einträge aus der Fläche in Frage. Daher soll geklärt werden, welchen Anteil die Einträge aus diffusen Quellen an der Gesamtemissionsbilanz haben.

Arbeitsplan:
Im Projekt werden die diffusen Eintragspfade (Oberflächen-, Bodenwasser- und Drainageabfluss) getrennt voneinander untersucht. Um das Oberflächen- und Bodenwasser separat auffangen zu können, entwickelte der Erftverband eine innovative und anwenderfreundliche Beprobungsmethode. Die eingesetzte Technik macht es möglich, das Oberflächenwasser und das Bodenwasser zu sammeln, bevor die Abflüsse in die Gewässer gelangen. Die natürliche Umgebung wird durch das System so wenig wie möglich gestört. Die untersuchten Flächen sind während des Monitoringbetriebes von den Eigentümern ohne Einschränkungen nutzbar. Im Projekt soll auch ermittelt werden, welchen Einfluss die verschiedenen Landnutzungen (Weide, Wald, Acker und Sonderkultur (Obstplantage)) im Flussgebiet Swist auf die Qualität der Abflusskomponenten aus der Fläche besitzen.

Untersuchungsraum:
Als Untersuchungsraum wurde das Einzugsgebiet der Swist im Rhein-Sieg-Kreis ausgewählt. Dieses Gebiet ist durch Wald, Grünland, Acker und Sonderkultur geprägt. Aus den Vorgängerprojekten „Untersuchungen zur mikrobiellen Fließgewässerbelastung durch Kläranlagen“ und „Untersuchungen zur mikrobiellen Fließgewässerbelastung durch Regenentlastungen der Mischkanalisation“ sind bereits Daten über das Gewässersystem und die einleitenden Kläranlagen und Regenentlastungen des gewählten Untersuchungsraumes vorhanden.

Zielsetzung:
Es sollen die hygienisch-mikrobiologischen und chemischen Belastungen der diffusen Eintragspfade (Oberflächen-, Bodenwasser- und Drainageabfluss) in die Gewässer im Einzugsgebiet der Swist erfasst werden. Des Weiteren sollen die Ergebnisse aus diesem Projekt mit den Ergebnissen der zwei Vorgängerprojekte (Eintrag durch Kläranlagen und Regenentlastungsanlagen) zusammengefasst werden, damit eine Gesamtemissionsbilanz erstellt werden kann. Das Projekt ist so angelegt, dass die Übertragbarkeit der Methoden und der Ergebnisse auf andere Flussgebiete gewährleistet ist.

Verbundprojektpartner:
Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn

Ansprechpartner:
Dr. rer. nat. Ekkehard Christoffels (02271) 88-1109