Masterplan Abwasser 2025: Erftverband plant den Bau von Verbindungskanälen

Nachdem der Erftverband im Frühjahr die Kläranlagen Vettweiß und Vettweiß-Soller außer Betrieb genommen hat, laufen die Planungen zur Stilllegung der Kläranlagen Vettweiß-Froitzhein, Zülpich-Bürvenich, Mechernich-Floisdorf, Mechernich-Glehn und Nettersheim-Pesch. Die Anlagen sind stark sanierungsbedürftig. Ihr Abwasser wird zukünftig zu leistungsfähigeren Klärwerken transportiert und dort gereinigt.

Um das Abwasser aus den Ortslagen überzuleiten, baut der Erftverband neue Verbindungskanäle. Voraussichtlich Ende des Jahres beginnt der Bau des Verbindungskanals von der Kläranlage Froitzheim (1.100 Einwohnerwerte) zum Gruppenklärwerk-Nörvenich. Er besteht aus einer zirka 2,2 Kilometer langen Druckleitung und einer etwa 250 Meter langen Freispiegelleitung, die in Vettweiß-Frangenheim an das bestehende Kanalnetz anschließt. Die Trasse verläuft entlang eines Feldwegs parallel zur B56. Die Arbeiten dauern rund sechs Monate und kosten zirka 1,4 Millionen Euro.

Auch noch in diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten am Verbindungskanal zwischen der Kläranlage Bürvenich (1.500 Einwohnerwerte) und dem Gruppenklärwerk Euskirchen-Kessenich. Er schließt als Freispiegelleitung nach rund 3,1 Kilometern an das Kanalnetz in Sinzenich an. Die Bauzeit wird voraussichtlich zwölf Monate betragen. Die Kosten belaufen sich auf zirka 1,6 Millionen Euro.

Das Abwasser der Kläranlagen Floisdorf (1.500 Einwohnerwerte) und Glehn (2.500 Einwohnerwerte) wird zukünftig im Gruppenklärwerk Obergartzem-Enzen gereinigt. Der Bau der Verbindungskanäle beginnt voraussichtlich 2018.

Aufgrund der Geländebeschaffenheit erfolgt die Ableitung in einer Kombination aus Druck- und Freispiegelleitungen. Das Abwasser aus Floisdorf wird zunächst über eine 0,9 Kilometer lange, neu zu errichtende Druckleitung gepumpt und fließt dann in einer vorhandenen Leitung zum Pumpwerk Eicks.

Auch das Abwasser aus Glehn wird zunächst gepumpt. Die Druckleitung hat eine Länge von 1,6 Kilometer, der anschließende Freispiegelkanal ist 1,4 Kilometer lang. Das Abwasser fließt ebenfalls dem Pumpwerk Eicks zu. Das Pumpwerk Eicks wird umgebaut. Das dort gesammelte Wasser wird dann über eine neue Druckleitung von 3,7 Kilometer Länge bis zur Ortschaft Gehn geführt und fließt von dort in bestehenden Freispiegelkanälen dem Gruppenklärwerk Obergartzem-Enzen zu. Die Kosten der gesamten Maßnahme in Floisdorf und Glehn werden derzeit auf 4,2 Millionen Euro geschätzt.

Das Abwasser aus Pesch und Nöthen wird zukünftig in der Kläranlage Kirspenich mitbehandelt. Vom Standort der Kläranlage Pesch baut der Erftverband einen Verbindungskanal, der in Gilsdorf an die Kanalisation anschließt. Er ist als rund 1,9 Kilometer lange Druck-/Freispiegelleitung geplant und kostet rund 1,5 Millionen Euro. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Ende 2017.

Um das Abwasser aus Nöthen zu transportieren und ein neues Baugebiet zu erschließen, baut die Stadt Bad Münstereifel einen eigenen Erschließungskanal. Dieser erhält am Regenüberlaufbecken Eschweiler Anschluss an das Kanalnetz wird später auch das Abwasser aus Pesch und Gilsdorf aufnehmen.

[Bergheim, 13. Juli 2017]

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