Masterplan Abwasser 2025: Baubeginn zum Verbindungskanal zwischen Froitzheim und Frangenheim

Der Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes sieht vor, die sanierungsbedürftige Kläranlage Froitzheim aufzugeben und das Abwasser aus Froitzheim und Ginnick im Gruppenklärwerk Nörvenich zu reinigen. Um das Abwasser der beiden Ortslagen nach Nörvenich zu leiten, baut der Erftverband einen neuen Verbindungskanal von der Kläranlage Froitzheim nach Frangenheim. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Januar 2018 und dauern rund sechs Monate.

Der neue Verbindungskanal besteht aus einem Pumpwerk, einer zirka 2,2 Kilometer langen Druckleitung sowie einem rund 250 Meter langen Freispiegelkanal. Er transportiert bis zu 15 Liter Abwasser pro Sekunde und schließt in Frangenheim an das Kanalnetz an. Die Baukosten betragen rund 1,6 Millionen Euro. Die Kläranlage Froitzheim wird zu einem späteren Zeitpunkt bis auf das Pumpwerk und ein Regenüberlaufbecken zurückgebaut.

Die Trasse des Verbindungskanals verläuft in landwirtschaftlich genutztem Gebiet größtenteils entlang vorhandener Wirtschaftswege. Hierbei quert sie die L33 und die zurzeit in Planung befindliche B56n. Gebaut wird überwiegend im Spülbohrverfahren. Die Rohrleitung wird bei dieser Bauweise über Start- und Zielbaugruben unterirdisch vorgetrieben. Lediglich im Bereich der Ortslagen Froitzheim und Frangenheim wird der Kanal in offener Bauweise verlegt.

Hintergrundinfo
Die Kläranlage Froitzheim, die das Abwasser von rund 1.100 Menschen reinigt, ist sanierungsbedürftig. Durch das Überleiten des Abwassers nach Nörvenich verhindert der Erftverband hohe Investitionskosten für die Sanierung des kleinen Klärwerks und nutzt das Gruppenklärwerk in Nörvenich effizienter aus, das mit seiner Ausbaugröße von 20.500 Einwohnerwerten dafür ausgelegt ist.

Der Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes sieht vor, bis zum Jahr 2025 insgesamt 19 Kläranlagen des Verbandes stillzulegen und das Abwasser auf den verbleibenden Kläranlagen zu reinigen. Seit 2015 wurden insgesamt fünf kleinere Kläranlagen stillgelegt. Zuletzt im Frühjahr die Anlagen in Vettweiß und Vettweiß-Soller.

In seinem rund 2.000 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet entsorgt und reinigt der Erftverband das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband aktuell 35 Kläranlagen, 135 Pumpstationen, 416 Regenbecken mit einem Rückhaltevolumen von 746.000 Kubikmetern Wasser sowie drei Kanalnetze.

[Bergheim, 18. Dezember 2017]

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