Masterplan Abwasser 2025: Baubeginn zum Verbindungskanal zwischen Bürvenich und Sinzenich

Voraussichtlich Ende November beginnt der Erftverband mit den Bauarbeiten zum neuen Verbindungskanal von der Kläranlage Bürvenich nach Sinzenich. Der Masterplan Abwasser 2025 des Verbandes sieht vor, die sanierungsbedürftige Kläranlage Bürvenich anschließend aufzugeben und das Abwasser aus Bürvenich und Eppenich zum Gruppenklärwerk Euskirchen-Kessenich zu leiten und dort zu reinigen. Die Arbeiten am Verbindungskanal zwischen Sinzenich und Bürvenich dauern rund ein Jahr.

Der neue Verbindungskanal ist zirka drei Kilometer lang und schließt in Sinzenich an das Kanalnetz an. Er transportiert bis zu 17 Liter Abwasser pro Sekunde im freien Gefälle (Freispiegelleitung). Die Kosten für diese Teilmaßnahme belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Die Kläranlage Bürvenich wird bis auf ein Regenrückhaltebecken und eine Pumpstation zurückgebaut.

Die Trasse verläuft in der Merzenicher Straße und der L11/Am Heidenfeld, die während der Arbeiten abschnittsweise vollgesperrt werden müssen. Gebaut wird in offener Bauweise von Sinzenich nach Bürvenich. Um die Beeinträchtigung des Verkehrs möglichst gering zu halten, werden Sperrungen und Umleitungen dem Baufortschritt entsprechend mehrfach verändert.

Zeitversetzt wird der Hauptkanal in Sinzenich im kommenden Jahr hydraulisch ertüchtigt und als Stauraumkanal ausgebaut, um bei starken Niederschlägen mehr Wasser ableiten zu können. Nach Beendigung des Kanalbaus werden die Kanalnetze in Bürvenich und in Sinzenich saniert.

Hintergrundinfo
Die Kläranlage Bürvenich, die das Abwasser von rund 1.500 Menschen reinigt, ist stark sanierungsbedürftig. Durch das Überleiten des Abwassers nach Kessenich verhindert der Erftverband hohe Investitionskosten für die Sanierung des kleinen Klärwerks und nutzt das Gruppenklärwerk in Kessenich effizienter aus, das mit seiner Ausbaugröße von 132.000 Einwohnerwerten die größte Kläranlage des Erftverbandes ist.

Der Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes sieht vor, bis zum Jahr 2025 insgesamt 19 Kläranlagen des Verbandes stillzulegen und das Abwasser auf den verbleibenden Kläranlagen zu reinigen. Seit 2015 wurden insgesamt fünf kleinere Kläranlagen stillgelegt. Zuletzt im Frühjahr die Anlagen in Vettweiß und Vettweiß-Soller.

In seinem rund 2.000 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet entsorgt und reinigt der Erftverband das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband aktuell 35 Kläranlagen, 135 Pumpstationen, 416 Regenbecken mit einem Rückhaltevolumen von 746.000 Kubikmetern Wasser sowie drei Kanalnetze.

[Bergheim, 27. Oktober 2017]

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