Im Bereich des Erftverbands liegen mehr als 3.000 Landschaftsbestandteile (Feuchtgebiete, offene Wasserflächen und Wasserläufe), deren Existenz von der zur Verfügung stehenden Menge, dem Stand und der Qualität des Grundwassers abhängen und somit einen Teil des Grundwasserdargebots beanspruchen.
Daher soll nicht nur genügend Wasser für die menschliche Nutzung bereitstehen, sondern auch für diese grundwasserabhängigen Ökosysteme. Die wassergeprägte Landschaft im Verbandsbereich benötigt etwa 200 Millionen Kubikmeter Grundwasser im Jahr. Dies entspricht nahezu dem Trinkwasserbedarf der Bevölkerung.
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Der Erftverband hat bereits in den 80er Jahren damit begonnen, grundwasserabhängige Ökosysteme hydrologisch und ökologisch zu untersuchen und zu bewerten. So ist es dem Verband möglich, festzustellen, wann Eingriffe in den Wasserhaushalt zur Schädigung führen und wie viel Wasser für den Erhalt der Feuchtgebiete und Gewässer reserviert bleiben sollte.
Wenn Grundwasserentnahmen - insbesondere die des Bergbaus - die natürliche Wasserversorgung wichtiger Ökosysteme nachhaltig gefährden, müssen diese für die Dauer der Beeinträchtigung vor einem Austrocknen bewahrt und künstlich mit Wasser versorgt werden.
| Inzwischen werden ca. 60 Millionen Kubikmeter im Jahr zum Schutz von Feuchtgebieten und Gewässern eingesetzt. Der Verband selbst speist in trockengefallene Brüche, Auen und Fließgewässer etwa 10 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ein. Bei allen Maßnahmen werden Grundwasserstände und Vernässung, Wasserqualität sowie die Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt kontinuierlich überwacht.
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Ansprechpartner:
Dr. Udo Rose (02271) 88-1295
Dipl.-Ing. Petra Lenkenhoff (02271) 88-1294