Im Braunkohlenplan Garzweiler II wird definiert, dass "die Sicherstellung der öffentlichen, gewerblichen und privaten Wasserversorgung in Menge und Güte rechtzeitig für die Dauer der bergbaulichen Auswirkungen auf das Grundwasser zu gewährleisten ist". Die Monitoring-Arbeitsgruppe Wasserversorgung prüft die Einhaltung dieses Ziels in regelmäßigen Abständen.
Hinsichtlich der Wassermengen werden alle Grundwasserentnehmer mit Wasserrechten größer 5.000 Kubikmeter pro Jahr erfasst und eine Bilanzierung vorgenommen. Hauptentnehmer im Monitoringgebiet sind die ansässigen 13 Wasserversorgungsunternehmen, die an 44 Standorten zusammen etwa 61 Millionen Kubikmeter pro Jahr Grundwasser fördern (Stand: 2006). Die Monitoringstrategie sieht weiterhin u.a. vor, die Entnahmeschwerpunkte mit Fördermengen größer 50.000 Kubikmeter pro Jahr im Detail zu betrachten und das mögliche Verschwenken von Einzugsgebieten als Auswirkung der Sümpfungsmaßnahmen darzustellen.
Im Hinblick auf die Wassergüte wird für unterschiedliche Grundwasserstockwerke eine regelmäßige Bewertung von Veränderungen der Wasserbeschaffenheit in den Einzugsgebieten der Entnahmeschwerpunkte durchgeführt. Beeinflussungen durch den Braunkohlenbergbau können durch Grundwasserabsenkungen, das Verschwenken von Einzugsgebieten und durch Infiltrationsmaßnahmen hervorgerufen werden. Als hydrochemische Leitparameter werden die Hydrogenkarbonat-, Sulfat-, Chlorid- und Nitratkonzentrationen herangezogen.
Ansprechpartner:
Dr. Bernd Bucher (02271) 88-1217
Dr. Nils Cremer (02271) 88-1228