Die Entwässerungsmaßnahmen des Braunkohlenbergbaus verursachen weiträumige Grundwasserabsenkungen in der Niederrheinischen Bucht. Ohne Gegenmaßnahmen würde der Sümpfungseinfluss des Tagebaus Garzweiler l und des geplanten Anschlusstagebaus Garzweiler ll weit in das Gebiet des Naturparks Schwalm-Nette hineinreichen.
Die dort liegenden Feuchtgebiete sind wegen ihrer Großflächigkeit und natürlichen Vegetationszusammensetzung einmalig und unersetzbar.
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Zum Schutz der Feuchtgebiete vor den Sümpfungsauswirkungen des Tagebaus Garzweiler werden umfangreiche Versickerungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei wird aufbereitetes Sümpfungswasser über Sickerschlitze und Infiltrationsbrunnen, die außerhalb der Feuchtgebiete liegen, in das Grundwasser infiltriert. Durch diese Grundwasseranreicherung wird ein Riegel gebildet, der die Feuchtgebiete vor Grundwasserabsenkungen schützen soll. Im Rahmen des Monitorings für den Tagebau Garzweiler ist sicherzustellen, dass die Versickerungsmaßnahmen wirksam sind und die Feuchtgebiete nicht geschädigt werden.
| Der Erftverband wurde von der Monitoring-Arbeitsgruppe beauftragt, ein Messnetz aus vegetationskundlichen Dauerbeobachtungsflächen aufzubauen. In der Regel handelt es sich bei diesen Dauerflächen um 10 m x 10 m große, möglichst typische und homogene Flächen in verschiedenen Vegetationseinheiten. Insgesamt werden 389 Dauerquadrate für das Monitoring genutzt, davon wurden 166 schon vorhandene Dauerflächen übernommen und 223 Dauerflächen neu eingerichtet und mit Hilfe von GPS (Global Positioning System) eingemessen.
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Die der Beweissicherung dienenden Vegetationsaufnahmen (Grundaufnahme) an diesen Dauerquadraten erfolgten in den Jahren 2000/2001 weitgehend durch den Erftverband. Wiederholungsaufnahmen werden zukünftig alle zwei Jahre erfolgen.
Bei der Auswertung werden prinzipiell die Veränderungen der Deckungsgrade einzelner Indikatorarten bewertet. Dieses Verfahren wurde speziell für das Monitoring Garzweiler neu entwickelt. Dabei hat der Erftverband ein Auswerteprogramm erstellt, mit dessen Hilfe das Verhalten der Indikatorarten in jeder Dauerfläche bilanziert wird. Die Gesamtbewertung eines jeden Dauerquadrats wird in einem Übersichtsplan nach dem "Ampelsystem" farblich codiert dargestellt. So ist direkt zu erkennen, welche Dauerquadrate möglicherweise negative oder positive Veränderungen in der Vegetationszusammensetzung zeigen.
Ansprechpartnerin:
Dipl.-Biol. Daniela Berger (02271) 88-1372