Der Abbau der Braunkohlenflöze in der Niederrheinischen Bucht erfolgt in großen Tagebauen, für deren Trockenhaltung jährlich über 500 Millionen Kubikmeter Grundwasser abgepumpt werden. Die Auswirkungen dieser Sümpfungsmaßnahmen sind nicht auf die Tagebaubereiche beschränkt, sondern haben weiträumige Absenkungen des Grundwasserstands zur Folge. Ohne Gegenmaßnahmen würde hierdurch die Existenz schützenswerter grundwasserabhängiger Feuchtgebiete, wie z. B. im Naturpark Schwalm-Nette, gefährdet. Um die Auswirkungen des Braunkohlenabbaus möglichst gering zu halten, sind umfangreiche Zielkataloge - sogenannte Braunkohlenpläne - erstellt worden. Hier sind u.a. Ausgleichsmaßnahmen zur Wasserversorgung der Feuchtgebiete und Oberflächengewässer sowie der Wasserwerke festgelegt.
Abb. 1: Arbeitsgebiet des Monitorings Garzweiler II
Speziell für die Genehmigung des Abbauvorhabens Garzweiler II ist ein umfassendes Monitoring-Konzept erstellt worden. Als Monitoring wird das systematische Programm zur räumlichen Beobachtung, Kontrolle und Bewertung der wasserwirtschaftlichen und ökologisch relevanten Größen im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler II bezeichnet. Der Erftverband ist neben vielen anderen Behörden und Institutionen an allen bestehenden Arbeitsgruppen sowie der Entscheidungsgruppe beteiligt und hat bei den Facharbeitsgruppen Grundwasser und Wasserversorgung den Vorsitz. Im Rahmen dieser Arbeitsgruppen sowie der Arbeitsgruppe Feuchtbiotope und Oberflächengewässer wird ein Großteil der Facharbeit vom Erftverband durchgeführt.
Die Monitoring-Ergebnisse werden jährlich in Berichten dokumentiert:
Monitoring Garzweiler II - Jahresbericht 2010

Abb. 2: Organisationsstruktur Monitoring Garzweiler II
Ein vergleichbares Monitoring-Konzept wird zur Zeit im Rahmen des Tagebaus Inden erarbeitet.