Die Trinkwasserversorgung im Gebiet des Erftverbands basiert im Wesentlichen auf der Gewinnung echten Grundwassers. Die Qualität des in erster Linie aus sandig-kiesigen Porengrundwasserleitern geförderten Wassers kann allerdings durch die nachfolgend genannten Prozesse beeinträchtigt werden:
Bergbaubedingte Grundwasserabsenkungen und gebietsweise auftretende Qualitätsprobleme der oberflächennahen Grundwässer führen zu einer zunehmenden Verlagerung der Wassergewinnung in tiefere Stockwerke. Diese sind zwar teilweise durch grundwassernichtleitende Tonschichten geschützt, aber die Entnahmen für die Sümpfung und die Wasserversorgung lassen oberflächennahes Grundwasser nachfließen, so dass vorhandene Belastungen ebenfalls einer Tiefenverlagerung unterliegen.
Um die Nutzbarkeit des Grundwassers aus qualitativer Sicht sicherzustellen und bei negativen Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, wird die Beschaffenheit des Grundwassers flächendeckend und tiefenorientiert überwacht.
Zu diesem Zweck entnehmen Probenahmeteams des Erftverbands jährlich annähernd 2.000 Wasserproben aus Grundwassermessstellen und Förderbrunnen. Dabei werden Parameter wie Temperatur, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Sauerstoffkonzentration und Redoxpotential vor Ort im Gelände gemessen.
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Im verbandseigenen Labor erfolgt anschließend die vollständige Analyse der Proben. Das Routineuntersuchungsprogramm umfasst etwa 20 Stoffe, zu denen die Hauptanionen und -kationen, Parameter des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts und ausgewählte Schwermetalle gehören. Für Sonderuntersuchungen werden bis zu 140 weitere Substanzen analysiert, die insbesondere Metalle, chlorierte Kohlenwasserstoffe und Pflanzenschutzmittel umfassen.
Ansprechpartner:
Dr. Nils Cremer (02271) 88-1228
Dipl.-Ing. Rolf Wollny (02271) 88-1123