Fische können wieder wandern – Wehr Steinrausche bei Weilerswist umgebaut

Vorstand Norbert Engelhardt, Dr. Bernd Bucher, Bereichsleiter Gewässer beim Erftverband, Bürgermeisterin Anna Katharina Horst und Stephan Post, Straßen NRW, vor dem umgebauten Wehr Steinrausche (v.l.).

Von Anfang September bis Ende November baute der Erftverband das Wehr Steinrausche in der Erft bei Weilerswist in der Nähe des Sportplatzes um, um die Anlage für Fische und Kleinstlebewesen durchgängig zu machen. Zum Abschluss der Arbeiten stellten Bürgermeisterin Anna Katharina Horst und Norbert Engelhardt, Vorstand des Erftverbandes, die Wehranlage am 20. Dezember der Öffentlichkeit vor.

Mit einem fast einen Meter hohen Absturz stellte die Wehranlage, deren Stau den Weilerswister Mühlengraben und die Burg Kühlseggen mit Wasser versorgt, bislang ein unüberwindliches Hindernis für Fische und andere Wasserlebewesen dar. Um diese Barriere zu beseitigen, wurden alle drei Felder der Anlage unter der Brücke nach Klein Vernich umgebaut. Dazu entfernte der Erftverband die Betonschwelle des rechten Wehrfelds und errichtete an dieser Stelle eine rund 25 Meter lange, sogenannte raue Rampe mit rund 2,5 Prozent Gefälle. Da durch den Umbau das Wasser verstärkt über die Rampe geleitet wird, können sich Fische und Kleinlebewesen besser an der Strömung orientieren und über die raue Rampe nun auch bachaufwärts wandern.

Auch die Betonschwelle des linken Wehrfelds wurde entfernt, um bei Hochwasser früher Wasser durch dieses Wehrfeld zu leiten und den Wasserspiegel oberhalb der Anlage zu senken. Im mittleren Wehrfeld wurde die Wehrklappe etwas abgesenkt, um die Wasserspiegeldifferenz zwischen Ober- und Unterwasser zu reduzieren und den Rückstau des Wehres aufzulösen. Der Kolk des mittleren Wehrfelds bleibt erhalten und bietet als tieferes Becken auch größeren Fischen einen Standplatz und Rückzugsraum in der Erft.

Insgesamt wurden rund 315 Tonnen Wasserbausteine, Kies und Schotter verbaut. Die Baukosten betragen rund 130.000 Euro und werden vom Landesbetrieb Straßen NRW als Kompensation für den Bau der Umgehung Weilerswist übernommen.

Durch den Umbau der Wehranlage Steinrausche bei Weilerswist ist ein Gewässersystem mit Erft, Swist, Rot- und Veybach sowie dem Kuchenheimer Mühlengraben nun auf rund 120 Kilometern nahezu barrierefrei und für Fische und Kleinlebewesen auch gegen die Fließrichtung durchwanderbar.

[Weilerswist/Bergheim, 20. Dezember 2017)

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