EV-Telegramm 6/2015

EuGH entscheidet zum Verschlechterungsverbot
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 1. Juli 2015 sein mit Spannung erwartetes Urteil zum Verschlechterungsverbot nach Artikel 4 der Wasserrahmenrichtlinie verkündet. Es geht um die für die wasserwirtschaftliche Praxis wichtige Frage, ob eine Gewässerbenutzung bereits dann unzulässig ist, wenn sie zur Verschlechterung einzelner Parameter führt oder erst dann, wenn sie zu einer Verschlechterung ganzer Gewässerabschnitte führt. Der Erftverband wird seine Mitglieder über das Urteil und die damit möglicherweise verbundenen Folgen für die Wasserwirtschaft in der Region unterrichten, sobald die Urteilsgründe vorliegen.

Qualitäts- und Umweltmanagement – Verlängerung der Zertifikate bis 2018
Nachdem die Gutachter im Mai das Qualitäts- und Umweltmanagementsystem des Erftverbandes erneut auditiert haben, liegt nun der abschließende Bericht zur dritten Rezertifizierung vor. Aufgrund des gut funktionierenden integrierten Managementsystems verlängert die externe Zertifizierungsstelle die Zertifikate über das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 und das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 bis Juni 2018.

Zwei neue Retentionsbodenfilter errichtet
Siedlungen, Kanäle und Kläranlagen müssen für starke Regenereignisse durch Regenrückhaltebecken und Retentionsbodenfilter geschützt werden. Sie verhindern gleichzeitig, dass ungereinigtes Mischwasser aus überlasteten Kanälen in die Gewässer gelangt. Voraussichtlich im Herbst wird der Erftverband, wie im Masterplan Abwasser 2025 vorgesehen,  zwei neue Retentionsbodenfilterbecken in Betrieb nehmen, wenn das im Frühjahr gepflanzte Schilf angewachsen ist. Die Baukosten für die beiden Becken in Nideggen-Berg und Erftstadt-Köttingen betragen 1,4 bzw. 1,5 Millionen Euro und werden zu 50 Prozent vom Land NRW gefördert. Weitere Anlagen sind im Bau. Der Erftverband betreibt derzeit 28 Retentionsbodenfilterbecken und ist damit deutschlandweit führend auf dem Gebiet der weitergehenden Niederschlagswasserbehandlung.

Erneuerung maschinelle Überschussschlammeindickung auf den Kläranlagen Anstel und Elsdorf sowie dem Gruppenklärwerk Kaster
Die bestehenden Eindickaggregate sind weitgehend verschlissen und erfordern einen hohen Reparatur- und Wartungsaufwand. Im Zuge der notwendigen Sanierungsarbeiten sollen die vorhanden Eindickaggregate durch neue Bandeindicker ersetzt und die Aufbereitungsanlage für Flockungshilfsmittel erneuert werden. Das Vergabeverfahren ist abgeschlossen. Die Lieferung und Montage erfolgt von Juli 2015 bis April 2016.

Kanalnetzsanierung in Zülpich – Dürscheven
Die Kanäle in Zülpich, Stadtteil Dürscheven müssen in Teilbereichen saniert werden. Das Ausschreibungsverfahren ist abgeschlossen. Derzeit werden die Kanäle zur Vorbereitung der Arbeiten mittels Kamera befahren. Im Anschluss erfolgt die Sanierung, welche überwiegend geschlossen, d. h. ohne Straßenaufbruch durchgeführt wird. Nur die Hausanschlussleitungen müssen mit offener Baugrube erneuert werden. Der Abschluss der Arbeiten ist im Dezember 2015/Januar 2016 vorgesehen.

Kabinett verabschiedet LWG-Novelle
Die Landesregierung NRW hat am 23. Juni 2015 die Novelle des Landeswassergesetzes auf den Weg ins parlamentarische Verfahren gebracht. Sie ist u.a. deswegen notwendig, um das Landeswasserrecht an das geänderte Bundesrecht und die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie anzupassen. Sie enthält u.a. wieder die Möglichkeit, dass Kommunen freiwillig den Betrieb ihrer Kanalnetz an die sondergesetzlichen Wasserverbände übergeben, denen sie angehören. Der Erftverband wird seine Mitglieder über die wesentlichen Inhalte der Novelle unterrichten.

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  • Ansprechpartner

    Bärbel Lambertz
    Tel. (02271) 88-1213

    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158

    Vorstandsbüro des Erftverbandes
    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
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