EV-Telegramm 2/18

Verbandsrat wählt neuen Vorstand
In ihrer Sitzung am 6. Februar unter Leitung des Verbandsratsvorsitzenden Dr. Uwe Friedl wählten die 15 Mitglieder des Verbandsrates Dr. Bernd Bucher zum neuen Vorstand des Erftverbandes. Der bisherige Bereichsleiter Gewässer des Erftverbandes und ständiger Vertreter des Vorstands wechselt zum 1. Oktober auf den neuen Posten. Er folgt auf Vorstand Norbert Engelhardt, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Betrieb der Grundwasserkappungsanlagen in Korschenbroich
Mit dem Überschreiten des Grenzgrundwasserstands an der Steuergrundwassermessstelle im Stadtteil Korschenbroich-Herrenshoff am 11. Februar 2018 wurden die Förderpumpen des Schwimmpontons auf dem Baggersee Myllendonk sowie der Brunnen 41 zur Absenkung des Grundwasserspiegels und damit zur Reduzierung vernässungsbedingter Gebäudeschäden in Betrieb genommen. Nach einer Woche (18. Februar) wurde der Grundwasserstand zum Ausschalten beider Anlagen erreicht. Über die Internetseite http://www.grundwasser-korschenbroich.de/ stehen Informationen zum aktuellen Betriebsstatus der Förderanlagen sowie zur Entwicklung der Grundwasserstände zur Verfügung.

Fällarbeiten an der Bedburger Mühlenerft
Um die Bedburger Mühlenerft im Bereich der Bedburger Mühle durchgängig zu machen und das Mühlenwehr als unüberwindliche Barriere für Fische und andere Wasserorganismen zu umgehen, plant der Erftverband im Winter 2018/19 am Rande des Schlossparks ein neues, rund 60 Meter langes Gewässerbett anzulegen. Als vorbereitende Artenschutzmaßnahme war es erforderlich, Bäume und Sträucher, die in der neuen Gewässertrasse liegen, bereits jetzt zu fällen. Dadurch ist sichergestellt, dass hier lebende Tierarten rechtzeitig vor dem Beginn der Bauarbeiten auf andere im Schlosspark ausreichend vorhandene Lebensräume ausweichen können – insbesondere die in Nestern an Büschen und Bäumen überwinternde Haselmaus.

Erftverband baut Retentionsbodenfilter in Rheinbach
Am 19. Februar begannen die Bauarbeiten zum neuen Retentionsbodenfilter Rheinbach. Die Anlage dient nicht nur der Entlastung des Wallbachs bei starken Niederschlägen und dem Gewässerschutz, sondern soll darüber hinaus auch Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernen. Zusätzlich zu der üblichen Ausstattung eines Retentionsbodenfilters mit Filtersand wird der Erftverband hierzu Aktivkohle in die Deck- und Filterschicht einbringen. Dadurch erhöht sich die Filterleistung des Beckens deutlich. Versuchsergebnisse an einem auf der Kläranlage Rheinbach aufgebauten Modellbodenfilter zeigen, dass Spurenschadstoffe wie zum Beispiel Rückstände von Arzneimitteln und Haushaltschemikalien zu mehr als 80 Prozent aus dem gereinigten Abwasser entfernt werden können.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember 2018 und kosten rund 3,6 Mio. Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau und die begleitende Forschung zu mehr als 60 Prozent. Der Erftverband erhofft sich aus diesem innovativen Pilotprojekt vor allem Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Retentionsbodenfiltern als 4. Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination.

Rückgewinnung von Überschwemmungsgebiet bei Bergheim-Paffendorf
Seit Ende Januar renaturiert der Erftverband die Erftaue bei Paffendorf. An zwei Stellen wird der Uferwall bis auf das natürliche Geländeniveau abgetragen. Dadurch entsteht ein rund 4,7 Hektar großer Rückhalteraum, der ungefähr ab einem 10-jährlichen Hochwasser geflutet wird und kleinere Hochwasserspitzen zum Schutz der Erft-Anlieger kappt.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Februar und kosten rund 300.000 Euro. Sie werden von der Bezirksregierung zu 80 Prozent gefördert.

EU-Kommission legt Entwurf für neue Trinkwasserrichtlinie vor
Die EU-Kommission legte einen Entwurf für eine Novelle der Trinkwasserrichtlinie vor, der jetzt ins Gesetzgebungsverfahren in Brüssel gehen wird und im Fall einer Verabschiedung  zu neuen Pflichten für die Wasserversorgungsunternehmen führen wird. Die Novelle sieht u. a. umfängliche Auskunftsansprüche der Kunden gegenüber dem Versorger über die Grundlagen der Preisbildung vor, aber auch die Pflicht der Versorger, Wasserbehörden und Hauseigentümer, Risiken für die Trinkwasserqualität aus Gewinnung, Verteilung und Hausinstallation zu bewerten und ggf. Abhilfe zu schaffen.

  • Ansprechpartner

    Bärbel Lambertz
    Tel. (02271) 88-1213
    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158.

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim
    Tel: 02271/ 88-0
    Fax: 02271/ 88-1210



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