EV-Telegramm 10/17

Klärschlammverordnung verkündet
Am 3. Oktober 2017 ist die neue Klärschlammverordnung weitgehend in Kraft getreten. Sie regelt zum einen, ob und unter welchen Voraussetzungen Klärschlamm wie ein Düngemittel landwirtschaftlich genutzt werden darf. Eine Reihe von Vorschriften tritt erst zeitlich später in Kraft. Das gilt u. a. für die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung. Gestuft nach der genehmigten Ausbaugröße der Kläranlage (zuerst > 100.000 EW ab 1. Januar 2029, dann > 50.000 EW ab 1. Januar 2032) müssen die Klärschlammerzeuger den Klärschlamm nach Maßgabe im Einzelnen beschriebener Verfahrensanforderungen einer Phosphorrückgewinnung zuführen, wenn der Klärschlamm einen Phosphorgehalt von 20 g oder mehr je kg Trockenmasse aufweist.

EU-Kommission evaluiert die EU-Richtlinie Kommunales Abwasser
Die EU-Kommission evaluiert die EU-Richtlinie über kommunales Abwasser. 25 Jahre nach Inkrafttreten habe sich das rechtliche Umfeld und die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse so sehr geändert, dass die Richtlinie im Hinblick auf ihre Effektivität, mögliche Überschneidungen mit anderen Richtlinien, Effizienz, Bedeutung und Wertschöpfung hin überprüft werden müsse, sagt die Kommission. Um die Erfolge, Misserfolge und Änderungsbedarf herauszufinden, wird die Kommission unter anderem eine öffentliche Anhörung durchführen. Nähere in englischer Sprache verfügbare Informationen stehen im Internet unter https://gallery.mailchimp.com/a95b30c68bf59510388625e38/files/2132c0b9-9f13-4678-984a-e5ca361e835f/EC_Roadmap_UWWTD_Evaluation_October_2017.pdf

Ausschuss für Abwasserbeseitigungsfragen
In seiner 63. Sitzung am 14. November 2017 wird dem Ausschuss für Abwasserbeseitigungsfragen u. a. der Stand der Baumaßnahmen vorgestellt und der Investitionsplan 2018 beraten. Außerdem wird der Ausschuss über die Spurenstoffagenda Erft und die Energiekennzahlen informiert.

Ausschuss für Oberflächengewässer
In der 59. Sitzung des Ausschusses für Oberflächengewässer am 7. November 2017 werden die Mitglieder über die Planung zur Renaturierung der Erft bei Erftstadt-Gymnich informiert. Darüber hinaus beschäftigt sich der Ausschuss u. a. mit der Planung zur Renaturierung der Erft im Erftpark Euskirchen sowie den Einsatz von Retentionsbodenfiltern zur weitergehenden Abwasserreinigung.

DWA-Arbeitsgruppe WI 5.3 tagt beim Erftverband
Am 24. Oktober traf sich die DWA-Arbeitsgruppe WI 5.3 „Prozessorientierte Führungsinstrumente“ beim Erftverband, um das von dieser Arbeitsgruppe erarbeitete DWA-Merkblatt M 801 „Führungssysteme und Führungsinstrumente in der Wasserwirtschaft“ zu aktualisieren und redaktionell zu überarbeiten.

EU-Kommission veröffentlicht Fahrplan für die Überprüfung der Wasserrahmenrichtlinie
Früher als erwartet veröffentlicht die EU-Kommission ihren Fahrplan zur Überprüfung der Wasserrahmenrichtlinie, der Grundwasserrichtlinie und der Richtlinie über Umweltqualitätsstandards. Die Evaluierung erfolgt u. a. auf der Grundlage einer im ersten Quartal 2018 startenden öffentlichen Konsultation, die Erfolge und Defizite der Richtlinien herausarbeiten soll und durchaus zu Änderungen der Richtlinien führen kann. Der Erftverband hat hierzu auch über die agw Stellung genommen und wird sich an der Konsultation beteiligen.

EU-Kommission veröffentlicht Arbeitsprogramm für 2018
Die EU-Kommission hat ihr Arbeitsprogramm für 2018 veröffentlicht. Bei den wasserrelevanten Themen kündigt sie Initiativen zur Wasserwiederverwendung bei gleichzeitigem Schutz der Wasserressourcen für und die Produktion und Verwendung von Plastik an, bei letzterer will sie an der Schnittstelle zwischen chemikalien-, produkt- und abfallspezifischen Rechtsvorschriften ansetzen. Insbesondere das letzte Thema ist für die Wasserwirtschaft wegen möglicher Anforderungen an die Abwasserreinigung auch hinsichtlich kleinster Plastikteile im (Ab)wasser in der Region von Bedeutung.

Ingenieurleistungen zur Planung und Ausführung der Maßnahme „Unternehmerpark Kottenforst“ in Meckenheim veröffentlicht
Für die Erstellung eines Entwässerungssystems für den „Unternehmerpark Kottenforst“ in Meckenheim sind Ingenieurleistungen in den Bereichen Objektplanung für Freianlagen, für Ingenieurbauwerke der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung und für Verkehrsanlagen sowie der technischen Ausrüstung und Tragwerksplanung erforderlich. Weiterhin sind auch Beratungsleistungen der Geotechnik und Ingenieurvermessung notwendig.
Das Plangebiet hat eine Größe von 42,6 ha. Die bauliche Umsetzung erfolgt in drei Abschnitten. Die Abwasserableitung erfolgt im Trennsystem. Niederschlagswasser wird über Kanäle und offene Gräben abgeleitet. Vor Einleitung ins Gewässer wird ein Regenklärbecken/Drosselbauwerk errichtet. Schmutzwasser wird in Kanälen gesammelt und über ein Pumpwerk abgeleitet. Aufgrund der Topografie des Geländes sind zur Erschließung großflächige Auffüllungen vorgesehen. Gleichzeitig sind die für die Erschließung notwendigen Verkehrsanlagen sowie Versorgungsleitungen zu planen und zu errichten. Das VgV-Verfahren zur Vergabe der Ingenieurleistungen wurde eingeleitet.

Kläranlage Elsdorf
Zur Sanierung des Betriebsgebäudes sowie von verschiedenen Ingenieurbauwerken sind Planungsleistungen erforderlich. Dies sind im einzelnen:

  • Umbau und Erweiterung des Betriebsgebäudes zur Einrichtung eines Sanitärtraktes für Mitarbeiterinnen
  • Errichtung einer Doppelgarage zur Lagerung von Arbeits- und Pflegegeräten
  • Sanierung des Zulaufpumpwerks
  • Sanierung der Räumerlaufbahn des Sandfangs
  • Ertüchtigung von Rührwerken und Belüftern im Belebungsbecken
  • Umbau der Fällmittelstation
  • Allgemeiner Wegebau

Es sind Leistungen der Objektplanung an Gebäuden und Innenräumen, Objektplanung an Ingenieurbauwerken sowie Planungen zur technischen Ausrüstung erforderlich. Derzeit wird das VgV-Verfahren zur Vergabe der Ingenieurleistungen durchgeführt.

Regenrückhaltebecken Sinsteden in Rommerskirchen
Die Ortslage Sinsteden der Gemeinde Rommerskirchen liegt westlich des Ortsteils Rommerskirchen an der B 59 in Richtung Grevenbroich. Die Ortslage wird im Mischsystem entwässert. Der nordwestliche Ortsteil entwässert zum Regenrückhaltebecken (RRB) Meisenweier, das an einem Tiefpunkt ohne natürliche Vorflut liegt. Das RRB in Erdbauweise ohne Abdichtung liegt direkt am westlichen Ortsrand.
Da das Becken nicht mehr den Anforderungen des Gesetzgebers entspricht, plant der Erftverband, die Entwässerungssituation neu zu ordnen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die B 59 im Bereich der Ortslage Sinsteden verlegt wird. Die Genehmigungsplanung wurde eingereicht. Aufgrund der baulichen Abhängigkeiten mit dem Neubau der B 59n muss das Becken bis Oktober 2018 fertiggestellt sein. Der Erftverband wartet derzeit auf eine Antwort der Bezirksregierung.

  • Ansprechpartner

    Bärbel Lambertz
    Tel. (02271) 88-1213
    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158.

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim
    Tel: 02271/ 88-0
    Fax: 02271/ 88-1210
    DWA_TSM UP_KRITIS DVWG DVWG




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