Erftverband verleiht Zukunftspreis an zwei Absolventinnen der Fachhochschule Aachen

Laudatoren Horst Baxpehler und Hartmut Hoevel, Preisträgerinnen Jana Wirtz und Anne Theilen, Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Friedl und Vorstand Norbert Engelhardt (v. l.)

Den Zukunftspreis des Erftverbandes 2017 erhalten die Bauingenieurinnen Jana Wirtz und Anne Theilen, Absolventinnen der Fachhochschule Aachen, für ihre Masterarbeiten. Dr. Uwe Friedl, Vorsitzender des Verbandsrates, und Norbert Engelhardt, Vorstand des Erftverbandes, überreichten die Auszeichnungen am 3. November im Rahmen des Wasserwirtschaftssilvesters in Mönchengladbach. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird zwischen den beiden Preisträgerinnen geteilt. Er würdigt das Engagement von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Umwelt, Gesellschaft, Naturwissenschaft und Technik.

Anne Theilen bearbeitete in ihrer Masterarbeit „Verfahren zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm – Anwendungspotentiale für das Einzugsgebiet des Erftverbandes“ die Frage, wie der Nährstoff Phosphor im Stoffkreislauf erhalten bleibt. Bislang wird der im Klärschlamm enthaltene Phosphor mit dem Klärschlamm verbrannt und dadurch dem Kreislauf entzogen. Phosphor ist jedoch eine endliche Ressource, die nicht durch andere Rohstoffe ersetzt werden kann. Als Düngemittel zählt Phosphor zu den das Pflanzenwachstum bestimmenden Faktoren.

In ihrer Masterarbeit untersuchte Anne Theilen für das gesamte Einzugsgebiet der Erft und damit alle Kläranlagen des Erftverbandes unterschiedliche Verfahren hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit sowie der Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren. Sie ermittelte unter anderem auch die zur Rückgewinnung notwendigen Betriebsmittel, die Energie sowie die notwendigen Personalressourcen bzw. den Personaleinsatz. Mit ihrer Arbeit erarbeitete Anne Theilen wichtige Richtwerte für die Wasserwirtschaft und insbesondere auch den Erftverband zur Rückgewinnung von Phosphor aus dem Klärschlamm. Hierauf aufbauend plant der Erftverband derzeit den Aufbau einer großtechnischen F&E-Anlage auf einer Kläranlage des Verbandes.

Jana Wirtz befasste sich mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Analyse der Abflussbildung an der oberen Erft“ mit Niederschlag-Abfluss-Modellen. Mithilfe dieser Modelle wird der durch Niederschläge verursachte Abfluss in den Gewässern durch die mathematische Beschreibung der relevanten Prozesse berechnet. Bei der Abschätzung, ob ein Niederschlag in einem bestimmten Gebiet zu erhöhtem Abfluss in einem Gewässer und damit unter Umständen zu Hochwasser führt, sind diese Computermodelle unverzichtbar. Die Masterarbeit von Jana Wirtz setzt sich mit den Prozessabläufen in unterschiedlich geschichteten Böden auseinander und trägt somit zum Erkenntnisgewinn und verbesserten Prozessverständnis bei der Entstehung von Hochwasserereignissen bei. Somit leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Hochwasservorhersage im Einzugsgebiet der Erft (HOWISErft).

[Bergheim, 3. November 2017]

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