Erftverband verabschiedet Wirtschaftsplan 2018

Delegiertenversammlung 2018 in Bedburg

Der Erftverband investiert im kommenden Jahr rund 48 Millionen Euro in die Modernisierung seiner Abwasseranlagen, die Unterhaltung von Gewässern und den Hochwasserschutz sowie die Beobachtung des Grundwassers. Dies beschloss die Delegiertenversammlung des Verbandes in ihrer Jahrestagung  unter Leitung des Verbandsratsvorsitzenden Dr. Uwe Friedl am 12. Dezember in Bedburg.

Für die Sanierung der Kanalnetze von Meckenheim und Zülpich stellt der Erftverband beispielsweise je 4,3 Millionen Euro bzw. vier Millionen Euro in den Investitionsplan ein. Auch für die naturnahe Umgestaltung der Erft bei Neuss-Gnadental sind im Haushalt 2018 rund zwei Millionen Euro eingeplant.

Die Delegiertenversammlung verabschiedete auch den Wirtschaftsplan des Erftverbandes. Dessen Volumen beträgt im kommenden Jahr 114 Millionen Euro und sinkt damit gegenüber dem Vorjahr um 0,57 Prozent. Die Mitgliedsbeiträge für 2018 reduzieren sich dadurch um 0,31 Prozent. Dies erreicht der Erftverband u. a. durch das erneute Absinken des kalkulatorischen Zinssatzes um 0,25 Prozent auf 3,5 Prozent.

Hintergrundinfo:
Die derzeit 246 Mitglieder des Erftverbandes wählen bzw. bestellen aus ihrer Mitte die Delegiertenversammlung. Sie entspricht der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft und beschließt den Wirtschaftsplan, die Satzung, die Veranlagungsrichtlinien, die wesentlichen Bauvorhaben des Verbandes, die Übernahme von Aufgaben. Die Delegiertenversammlung besteht aus 102 Delegierten, die für fünf Jahre bestellt werden und die Mitglieder des Verbandsrates wählen.

Die Mitglieder sind in Gruppen zusammengefasst. Jede Mitgliedergruppe (außer der Erftfischereigenossenschaft) erhält zunächst fünf Delegiertensitze. Die restlichen 70 Sitze werden zusätzlich unter den Mitgliedergruppen nach ihren Beitragsleistungen und dem d’Hondt’schen Höchstzahlverfahren verteilt. Zusätzlich entsenden die Erftfischereigenossenschaft und die Landwirtschaftskammer je ein Mitglied. Die Gemeinden haben eine deutliche Mehrheit und belegen 66 Sitze.

[Bergheim, 12. Dezember 2017]

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