Erftverband baut Retentionsbodenfilter in Rheinbach – Anlage dient auch zur Entfernung von Spurenstoffen

Am 19. Februar beginnt der Erftverband mit den Bauarbeiten zum neuen Retentionsbodenfilter Rheinbach. Die Anlage dient nicht nur der Entlastung des Wallbachs bei starken Niederschlägen und dem Gewässerschutz, sondern soll darüber hinaus auch Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember 2018 und kosten rund 3,6 Mio. Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau und die begleitende Forschung zu mehr als 60 Prozent.

Der Retentionsbodenfilter ist als Erdbecken mit einer Filterfläche von rund 5.000 Quadratmetern geplant. Bei starken Niederschlägen kann er zirka 12,3 Millionen Liter mit Schmutzwasser vermischtes Regenwasser zwischenspeichern und später stark gedrosselt in den Wallbach abgeben. Das gespeicherte Mischwasser durchströmt eine Filterschicht aus feinem Sand, die mit Schilf bepflanzt ist. Dabei werden ungelöste und sogar gelöste Schmutzstoffe zurückgehalten.

Im Rahmen eines Pilotprojekts plant der Erftverband, den neuen Bodenfilter in Rheinbach darüber hinaus auch bei Trockenwetter in Betrieb zu nehmen und gereinigtes Abwasser aus dem Ablauf der Kläranlage Rheinbach in das Becken einzuleiten. Zusätzlich zu der üblichen Ausstattung eines Retentionsbodenfilters mit Filtersand wird der Erftverband hierzu Aktivkohle in die Deck- und Filterschicht einbringen. Dadurch erhöht sich die Filterleistung des Beckens deutlich. Versuchsergebnisse an einem auf der Kläranlage Rheinbach aufgebauten Modellbodenfilter zeigen, dass Spurenstoffe wie zum Beispiel Rückstände von Arzneimitteln und Haushaltschemikalien zu mehr als 80 Prozent aus dem gereinigten Abwasser entfernt werden können.

Der Erftverband erhofft sich aus diesem innovativen Pilotprojekt in Rheinbach vor allem Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Retentionsbodenfiltern als 4. Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination.

[Bergheim, 15. Februar 2018]

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